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Fanø im August 2004. Nachdem sich heute bei herrlich warmen Temperaturen der böige Wind der letzen Tage beruhigt hat, fahren wir am Vormittag auf den Strand und fühlen bereits ein aufgeregtes Kribbeln. Heute könnte es klappen! Ein geeignetes Plätzchen ist gleich gefunden. Der Wind kommt vom glitzernden Meer und die Reihe der unbeweglich scheinenden Sonnenanbeter hinter uns lassend steht uns mit Blick zu den Dünen ein prima geeignetes Areal zum Fliegen zur Verfügung. Zuerst müssen alle wichtigen Utensilien vorbereitet werden: So, ein kurzer Windcheck zum Ausrichten des ersten Kampfpaares, die letzten Regelabsprachen und los geht's! Jeder gegen jeden in paarweiser Reihenfolge! Jeweils um 5 Punkte wird gekämpft. Unsere kleinen Kampfdrachen schwirren durch die Luft und glitzern angriffslustig in der Sonne. Bei höchster Konzentration gilt es, jede Sekunde wachsam, die Aktionen des Gegners zu verfolgen, die nötige Geduld zu bewahren, um dann im richtigen Augenblick einen Angriff über die Flugleine des Gegners oder unter sie zu starten. Besonders gewagt sind die bodennahen Kreisel bei dem Ausruf "bottom" des Schiedsrichters, d.h. die Flugschnur des gegnerischen Kampfdrachens ist von unten zu berühren, um einen Siegpunkt zu erhalten. Hierzu ist es besonders vorteilhaft, wie ein lauerndes Raubtier knapp am Boden zu kreiseln, solange bis entweder der Drachen sich in den Sand gräbt (echt Scheiße!) oder der Siegerangriff gelingt, indem die gegnerische Flugschnur im richtigen Moment blitzschnell durch ein geeignetes Lenkmanöver von unten berührt werden kann. Übung und Geduld macht auch hier den Meister und wir kämpfen mit größter Freude unsere erste Meisterschaft aus. Der Sieger steht nach langem spannendem Kampf fest und wird heute Abend in der Dünenhütte gefeiert werden.
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